Exkursion zur Vorgebirgsstellung nach Brühl-Vochem

Im Rahmen der Kölner Festungstage 2019 – Fortis Colonia

Zu Fuss gehen wir einen Feldweg ca. 20 min. vom Weiler Hof zu einer großen Artilleriestellung aus dem Ersten Weltkrieg. Die Stellung gehörte zum Ausbau der Kölner Festung und ist noch recht gut erhalten. Wir zeigen einen Bunker sowie ein Stollenzugang, des weiteren wird die Stellung mit ihrer Geschützreichweite erläutert. Nach meiner Entdeckung vor einigen Jahren konnte diese einzig erhaltene Stellung unter Denkmalschutz gestellt werden.

Termin: Samstag, den 21. September 2019 um 14.00 Uhr

Führung: Uwe Zinnow
Kontakt: uwezinnow@t-online.de
Treffpunkt: Privatbrauerei Bischoff, Weilerhof, 50321 Brühl (Vochem)
www.bischoff-koelsch.de

Haltestelle: Brühl- Vochem (KVB-Linie 18) von dort zu Fuß (ca. 20 min) über die Bonnstraße/ Weilerstraße zum Weilerhof (Brauerei).
Anfahrt mit PKW über die Bonnstraße zur Weilerstraße in Brühl- Vochem

Weitere

Fort IV

FORT IV (äußerer Festungsgürtel)
06°51’41“ E, 50°58’17″N
Linie 3, Haltestelle Schaffrathsgasse (Fußweg ca. 900m),
Linie 4, Haltestelle Bocklemünd (Fußweg ca. 950m)

Nachdem durch Neuerungen in der Waffentechnik weiter reichende Geschütze zum Einsatz kamen, wurde schnell klar, dass der Abstand der alten, nach 1816 erbauten Forts zur Stadtmauer nicht ausreichend war. Daher wurde beschlossen einen weiteren Gürtel von Festungen in einem Radius von ca. 6km rund um den Stadtkern sowie eine neue Stadtumwallung zu errichten.

So wurde zwischen 1874-1877 auf der linken Rheinseite das Fort IV am Freimersdorfer Weg in Bocklemünd-Mengenich erbaut. Es folgte den Vorgaben des Festungsbau – Generals Alexis von Biehler als polygonales Artillerie – Fort. Im Rahmen der Entwicklung der Explosiv-Geschosse wurden in den 1887 bis 1890er Jahren entscheidende Verstärkungen in Form von Beton- und Sandauflagen über den Kasematten und Veränderungen der Grabenverteidigungen vorgenommen. So verlegte man sämtliche Grabenverteidigungen in die feindwärts liegende Grabenmauer („Kontereskarpe“ )
Die zunächst als Geschützaufstellung (“ Traversen“ ) genutzten Wälle des Forts wurden zu Infanterie – Stellungen umgebaut und die Geschütze zu beiden Seiten des Forts als „Anschlußbatterie“ verlegt.

Bewaffnung : ca. 14 Geschütze vom Kaliber 8 bis 15cm.
Besatzung: Als Artilleriefort etwa 900 Mann.
Ausmaße: ohne Anschlußbatterie etwa 320 x 190m
Mauerdicke: zwischen 1 – 3m
Kasemattenbedeckung: 1m Ziegelmauerwerk, dann 1m Sandpolster – darauf 1,20m Beton und als Abschluss 0,50m Erde.

Nach dem ersten Weltkrieg wurde es als „grünes Fort“ umgestaltet nach dem Plan von Fritz Encke (1923) Ausführung: 1924/25

Führungen

Unser Verein bietet Führungen zu verschiedenen Festungsbauwerken, der Luftschutzleitstelle (Bunker der Reichsbahn), Stadtführungen und Führungen am Kölnpfad entlang der Festungsbauwerke an.

Das Alter spielt dabei keine Rolle. Bei uns kommen Kinder ebenso auf ihre Kosten, wie auch Junggebliebene .

  • Führung 1: am und im Fort X am Neusser Wall (in Preußischen Uniformen aus der Zeit um 1910) Öffnung Rosengarten – vom 01.05. – 31.10. : 7-20 Uhr, am Wochenende und an Feiertagen: 9-20 Uhr

  • Führung 2: am und im Zwischenwerk IIIb, Kreuzung Militärringstraße/Buschweg (in Preußischen Uniformen aus der Zeit um 1910)

  • Führung 3: im Reichsbahnbunker in der Wagenhallenstraße

Anfragen für Buchungen/Preise oder weitere Führungen richten Sie bitte an

  • Peter Sievert (Mobil: 0152-219 094 24)

Führung 1 und 2 müssen mindestens 6 Wochen vor dem gewünschten Termin gebucht werden, da wir die Genehmigung bei der Stadt Köln beantragen müssen.

Führung 1 November bis April keine Führungen Rosengarten und Defensionsgallerie möglich.