Museumsbunker

Der Verein unterhält einen „Museumsbunker“ auf dem Gelände des ehemaligen Ausbesserungswerks der Deutschen Reichsbahn im Stadtteil Köln-Nippes. Der 1941 erbaute Bunker hatte während des Zweiten Weltkriegs die Funktion, die Meldungen über einfliegende Bomber anzunehmen und die Kölner Lokführer zu warnen, sodass Ladungen gesichert werden und die Mitarbeiter des Reichsbahnausbesserungswerkes in weiteren Bunkern Schutz suchen konnten. Der Bunker diente als Quartier für 18 Mann der Werkluftschutzwache und verfügte über mehrere Räume, darunter ein Arztzimmer sowie eine kleine Telefonanlage. Der Bunker befindet sich am Ende der Wagenhallenstraße beim Spielplatz.

Im Gegensatz zu den anderen, rund 50 Bunkern in Köln ist der Reichsbahnbunker durch den Einsatz der AFK im Originalzustand weitgehend erhalten und kann besichtigt werden.

Erforschung und Bewahrung des Festungsgürtels

Der Verein strebt die Bewahrung der verbliebenen Bauwerke des inneren und äußeren Kölner Festungsgürtels an. Diese sollen in Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Behörden der Stadt Köln und des Landes Nordrhein-Westfalen sowie dem Bundesvermögensamt erforscht, unter wissenschaftlichen Kautelen ausgegraben und wieder instand gesetzt werden.

Zur Erforschung der preußischen Festung Köln, deren Pläne und Aufzeichnungen weit verstreut in den Archiven der ehemaligen Siegermächte des Ersten Weltkriegs lagern, hat die AFK Forschungsreisen zu den großen relevanten Archiven unternommen und unterhält Kontakte zu Festungsexperten in verschiedenen europäischen Ländern. Beratend und unterstützend steht der Verein Investoren und Architekten zur Seite, die sich der Forts annehmen möchten, um sie einer neuen Nutzung zuzuführen. Ziel der Arbeitsgemeinschaft ist dabei die Erhaltung der Bauwerke für die Nachwelt.

Die Arbeitsgemeinschaft Festung Köln präsentiert ihre Forschungsergebnisse beim europaweiten „Tag des Denkmals“, dem jährlichen „Tag des Fort X“ und bei Führungen in unterschiedlichen Festungswerken. Um die preußische Zeit lebendig zu machen, werden diese Führungen in historischen Uniformen dargeboten.

Der Verein unterhält europaweit Kontakte zu historischen Vereinen, die in den Bereichen Festungen, Bunker und historische Uniformen aktiv sind.

Der Verein

Die Arbeitsgemeinschaft Festung Köln e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der sich dem Denkmalschutz, aber auch dem Naturschutz in Köln widmet. Ein vordringliches Anliegen des Vereins ist es, die preußischen Forts des inneren und äußeren 
Kölner Festungsgürtels vor dem Verfall zu bewahren. Der ehrenamtliche Verein besteht seit 1998 und ist politisch neutral.

Spuren des Krieges

Der seit mehr als zehn Jahren leer stehende Colonius an der Inneren Kanalstraße rückt mit einer Lichtinszenierung ins Blickfeld, die Arbeitsgemeinschaft Festung Köln und Komma4 Architekten bieten eine Kriegsspuren-Führung durch die Neustadt Nord an. Auf einer Grünfläche am Hans-Böckler-Platz steht das „t.a.i.b.“ von Jonathan Haehn („temporäre architektonische Intervention in einer Baulücke“), ein Netzwerkprojekt aus 3,7 Kilometer Bambus, gebaut von freiwilligen Helfern. Das „plan 09“-Segment „cross architecture“ führt auf Kölner Hochhäuser, in Megacitys, aber auch in den Osten nach Halle-Neustadt. „Nomad City“ lädt ein ksta.de http://www.ksta.de/servlet/OriginalContentServer?pagename=ksta/ksAr… zum Übernachten auf einem Hochhaus-Campingplatz, und in den Fotografien von Alexander Basile geht es um Raumwahrnehmung.
http://www.ksta.de/jks/artikel.jsp?id=1246883950054